Donnerstag, 12. September 2013

Rote Zentrum - Australiens Outback

Und schon wieder ist eine Station vorüber. Die Zeit vergeht wie im Fluge und so sind es jetzt nicht mehr viele Tage bis ich im Flugzeug nach Hause sitzen werde... Ich will diese wundervolle Reise noch gar nicht zu Ende wissen.

Vier Tage habe ich im richtigen Australischen Outback verbracht, habe mich einer geführten Tour angeschlossen, unter freiem Himmel übernachtet,  am Lagerfeuer gekocht und grüne Oasen mitten im 'Desert' gefunden. Das ist hier schon eine ziemlich einmalige Landschaft. Ayers Rock, Olgas und Kings Canyon waren die bekanntesten Felsformationen, die ich besucht habe. Ein tolles Farbenspiel. Erstaunlich auch wieviel hier in dieser Wüsten-ähnlichen Gegend doch geblüht hat und was hier für Lebewesen einen Lebensraum gefunden haben. Ich fühle mich hier so klein und unbedeutend. Meine 25 Lebensjahre sind ein Witz im Vergleich zu den 910 Mio Jahre alten Felsformationen. Die Weite scheint unendlich. Die Hitze, die Wüste und Trockenheit sind Tod und Quelle neuen Lebens zugleich. Sie schrenken den Lebensraum ein, bilden Gefahr für Mensch, Tier- und Pflanzenwelt. Buschfeuer beschädigen jährlich große Fläche. Gleichzeitig schafft dieses besondere Klima neues Leben, Pflanzen und Tiere in außergewöhnlicher Weise angepasst an die Bedingungen der Trockenheit und der geologischen Umgebung. An noch so kleinen Wasserstellen entstehen grüne Oasen umgeben von roten Gesteinsformationen. Viele Pflanzen haben geblüht. Das Grün und die Farben der Blüten standen in wunderschönem Kontrast zum roten Sand. Mich inspirieret das unheimlich. Beim Fahren im Bus auf den fast unendlich scheinenden Straßen habe ich richtig Lust bekommen wieder mit dem Malen anzufangen. Die unübertreffliche Farbenpracht des roten Zentrums ist eines der besten Exempel der Farbenlehre und ich kann mir nur zu gut vorstellen das selber mal zu versuchen auf Leinwand fest zu halten :-) Bei dem Gedanken kribbelt es schon richtig in meinen Händen und ich kann mich doch tatsächlich schon ein kleines bisschen an den 'wieder zu hause sein' Gedanken gewöhnen. Aber im Moment genieße ich die Reiserei noch in vollen Zügen. Keine Pflichten, keine Zwänge. Jeden Tag neue Erlebnisse, neue Erfahrungen und Bekanntschaften. Kein Tag gleicht dem anderen.

Während der Outback-Tour habe ich in einem Swag geschlafen - einem Wetter-festen Schlafsack, bei dem nur der Kopf raus schaut und eine recht bequeme dünne Matratze integriert ist. Vor Einbruch der Dunkelheit haben wir Feuerholz gesammelt und dann ein schönes großes Lagerfeuer gemacht, auf dem unsere Reiseleiterin die tollsten Gerichte gezaubert hat. Im Anschluss ist jeder in seinen Swag gegrochen und man konnte mit Blick auf den wunderschön klaren Sternenhimmel einschlafen. Das ist schon ein besonderes Erlebnis. An zwei Morgen wurden wir bereits kurz vor 5 Uhr Nachts mit 'guten Morgen' Musik geweckt und nach Frühstück und Aufräumen des Lagers haben wir uns zur Sonnenaufgangs-Beobachtung an schöne Plätze begeben und sind anschließend am noch nicht ganz so heißen Morgen in eine Wanderung gestartet. puhhh, das frühe Aufstehen ist schon anstrengend :-) ich stehe lieber erst auf, wenn auch die Sonne erwacht. Aber die Sonnenaufgänge waren natürlich schon besonders schön. Und so waren es insgesamt 4 tolle Tage mitten in der Outback Natur Australiens.
Und nun geht es auf nach Sydney...!

Ich hoffe euch geht es gut <3

xx

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