Dienstag, 1. Juli 2014

Nachsorge und die eigenen Grenzen austesten

Kennt ihr das: ihr wisst ihr solltet etwas tuen, es ist eigentlich schon allerhöchste Zeit, aber ihr findet immer wieder Gründe, warum gerade jetzt ungünstig ist, warum es doch nochmal verschoben werden muss und warum es nächste Woche bestimmt viel besser ist? So ging es mir vor meiner letzten Nachsorge. Ich hatte noch keinen Termin ausgemacht (Fehler!), wusste aber wann ich in etwa hin muss (3 Monate nach der letzten). Aber mein Kopf wollte nicht. In der ersten Woche hatte ich so viel zu tun, 'da hab ich ja gar keine Zeit', dann kam mein Island-Urlaub immer näher und ich dacht 'In den Urlaub fliege ich so oder so, egal bei welcher Diagnose', also kann ich ja auch erst nach dem Urlaub zur Nachsorge. Und so ähnlich ging es weiter und weiter... bis ich mich endlich letzte Woche überwunden habe, in die Klinik bin und ohne mit der Wimper zu zucken mich durchchecken lassen habe. Dieses Hin und Her war mal wieder total überflüssig. Die ganze Zeit, in dem man so etwas vor sich her schiebt, zerbricht man sich doch nur den Kopf drüber. Verläuft die Nachsorge gut? Oder werden die Ärzte etwas finden? Was wäre wenn. Total überflüssig, solange man nicht weiß was nun Tatsache ist. 
Die Nachsorge ist gut Verlaufen! Ultraschall ohne Befund. Dieses mal hatte ich ja zum ersten Mal nur eine kleine Nachsorge, die nächste "größere" ist dann erst wieder in drei Monaten. Also wieder drei Monate Zeit den Krebs aus dem Kopf zu werfen und das Leben ohne Sorgen und Ängst zu genießen ;)

Dieses Wochenende habe ich direkt man damit angefangen! 

Kennt ihr 24 Stunden Bayern? http://www.bayern.by/24-stunden-von-bayern.html 
Das ist ein Wanderevent, an dem sich ~400 Personen zusammenfinden und 24 Stunden lang durch Bayern wandern. Dieses Jahr hat diese Wandertour im Bayerischen Wald statt gefunden und ich habe zwei Teilnehmerplätze bei einem Gewinnspiel gewonnen! Natürlich habe ich sofort zugesagt. Die eigenen Grenzen austesten, in der Natur sein und gemeinschaftlich ein Ziel angehen. Alles etwas wie ich es liebe. Und so habe ich mich am Freitag mit einer Freundin auf den Weg zum Dreiburgensee gemacht. Samstag früh ging die Wanderung los. 8 Uhr Start, bei strahlendem Sonnenschein. Der Vormittag verlief wunderbar. Mit einer guten Durschnittsgeschwindigkeit von 4km/h haben wir die erste Etappe ganz entspannt gemeistert. Zwischendrin wurden wir mit kleinen Häppchen, frischem Obst und Saft verpflegt, konnten unsere Füße in die Ilz stecken oder die Waden massieren lassen. Am Nachmittag fingen die Fußsohlen an sich bemerkbar zu machen. Die Beine wurden etwas schwerer. Aber die Freude an der Natur hat uns weiter angetrieben. Die Tagesetappe mit 39km haben wir somit ohne größere Probleme geschafft. In die Nacht hinein wurde es schon deutlich schwerer. Um 20:30 Uhr setzte der Regen ein und ein Gewitter zog auf. Mit Regenjacke und -hose bewaffnet ging es stur weiter. Die Gewitterwolken hatten sich nach einer Stunde zum Glück verzogen. Doch die Beine wurde dafür umso schwerer. Meine Mitwanderfreundin hatte nun auch etliche Blasen an den Füßen zu beklagen. Die Waden schmerzten und die Sehnsuch nach einem Bett wurde unheimlich groß. Letztendlich musste meine Freundin auf Grund ihrer schmerzenden Füße aufgeben. Und da wir zusammen gestartet und angetreten sind, haben wir natürlich auch gemeinsam aufgehört. Nach stolzen 46km und 15 Stunden wandern. 
Wir wollen nächstes Jahr auf jeden Fall wieder teilnehmen und unsere Leistung von diesem Jahr übertreffen! Wir werden uns besser vorbereiten und noch motivierter sein! Denn es war ein wunderbares Event und die 24 Stunden und 70km müssen zu knacken sein!




In diesem Sinne wünsche ich euch immer reichlich Motivation für all das was in eurem Leben gerade ansteht!

Eure,



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