Mittwoch, 11. November 2015

4 Jahre seit Diagnose Ovarialkarzinom

Hallo ihr Lieben,

Heute ist es mal wieder so weit. Es jährt sich der Tag meiner Diagnosestellung. Heute vor genau vier Jahren, bin ich zum Nachgespräch bei meinem behandelnden Arzt gewesen. Die Ergebnisse der pathologischen Untersuchung waren da und es war Zeit zu erfahren, was da aus meinem Bauchraum entfernt wurde. Ich erinnere mich noch recht gut an den Moment. Ich saß auf dem Stuhl und schräg links neben mir mein Arzt. Er laß in meiner Krankenakte. Und schließlich vielen die Worte: bösartig, Ovarialkarzinom, serös. Ich blieb gelassen. Bereits die Woche vorher hatte ich mir immer die schlimmste Situation ausgemalt, mich seelisch quasi darauf vorbereitet. Und so war die Diagnose auch kein großer Schock mehr. Erst in den Wochen danach, in der Zeit der Chemo, mit den Höhen und Tiefen, brach die Realitat und die Angst, die mit dieser Diagnosestellung verbunden war, über mich ein. Heute bin ich froh, dass diese Zeit nun doch ein bisschen in die Ferne gerückt ist. Vier Jahre, um genau zu sein. Und zurück blickend enthielten diese vier Jahre vor allem mit die schönsten Momente meines Lebens. Betrachte ich die Zeit, die vergangen ist, dann erinnere ich mich weniger an die Stunden und Tage im Krankenhaus, an die Fahrten zum Arzt für den Blutcheck zweimal die Woche, an die Angst vor dem Sterben, die Müdigkeit und Erschöpftheit. Sondern als aller erstes denke ich an meine Weltreise, an die drei Monate, in denen ich alleine die Welt umrundet habe. An die vielen neuen Freunde, die ich kennenlernen durfte. An die Robbenbabies mit denen ich geplantscht habe, an den Flug zum Heliskiing und vieles, vieles mehr. Das ist Leben, wenn trotz der negativen Erlebnisse, die positiven Erinnerungen und Ereignisse immer im Vordergund stehen. Ich möchte diese Zeit nicht missen.

Ich habe hier mal ein paar Fotos aus den letzten vier Jahren rausgesucht.
Den Infusionsständer mit der Chemo, der mich fast ein halbes Jahr alle drei Wochen im Klinikum begrüßt hat.
Meine zwei Wimpern, die gerade so die Chemo überlebt haben.
Die Olympischen Ringe an der Tower Bridge in London - fotografiert als ich die olympischen Spiele besucht habe.
Die Route meiner Weltreise - einmal runderhum.
Mein Mietwagen mitten in der Schafherde in Neuseeland.
Babyrobben beim Planschen.
Mein Zelt direkt am Meer in Florida.

Lasst euch nicht unterkriegen von den Tiefs im Leben! Kämpft für die wundervollen Momente, den die schreiben die Erinnerung!

Alles Liebe
XX

1 Kommentar:

  1. Ach Mensch Hanna, ich habe gestern so feste an dich gedacht und wollte die liebe Grüße schicken. Da war ich beschäftigt und wollte es gleich im Anschluss erledigen und habe es dann doch vergessen. Heute kam dann die Benachrichtigung über deinen neuen Blogeintrag und mir fiel es erst da wieder ein.

    Ich wünsche dir alles erdenklich Gute und ganz, ganz viel Gesundheit Glück und Freude für die weitere Zukunft. Vergessen hast du zu erwähnen, dass du auch noch trotz der Erkrankung dien Studium gewuppt hast.


    Viele liebe Grüße


    Anja

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