Dienstag, 22. März 2016

Update: Vier Jahre nach Eierstockentfernung – Wechseljahre

Hallo ihr Lieben!

Ich bin letztens mal wieder über meinen Blogbeitrag
Leben nach Eierstockentfernung–Wechseljahre mit 23
http://einneuerweg.blogspot.de/2012/10/leben-nach-eierstockentfernungwechselja.html

vom Oktober 2012 gestolpert. Zu erst habe ich mich fast ein bisschen erschrocken, dass dieser Beitrag von mir 3 1/2 Jahre her ist. Mir kommt es so vor, als ob ich das erst vorgestern geschrieben habe. In dem Post schreibe ich über meine Erfahrungen mit den Wechseljahren. Das auf Grund der Eierstockentfernung verfrühte Auftreten dieses “Leidens” ist doch immer wieder Gesprächsthema. Nicht nur bei Krebspatientinnen, sondern auch bei Frauen, die sich vorsorglich die Eierstöcke entfernen lassen möchten (z.B. bei BRCA Mutation). Ich habe eigentlich sehr wenig Probleme mit den Wechseljahrsbeschwerden, trotzdem merke auch ich Veränderungen, die in meinem Körper auftreten. Als ich diesen Blogbeitrag nochmal gelesen habe, ist mir allerdings aufgefallen, dass sich in den letzten Jahren doch auch ein paar Punkte geändert haben. Das möchte ich heute kurz ansprechen.

Das hier ist die Liste, der häufigsten Wechseljahrs-Beschwerden, so wie ich sie im Oktober 2012 auf meinen Blog geschrieben hatte. Durchgestrichen hatte ich damals die Punkte, die ich nicht oder noch nicht als für mich relevant betrachtet hatte. In rot habe ich nun die Sachen notiert, die ich nun 4 Jahre nach Entfernung der Eierstöcke doch mittlerweile auch bemerke.
  • Antriebsschwäche
  • Arthrose (kann sich noch entwickeln)
  • Blasenentzündung   BLASENENTZÜNDUNG
  • Depressionen
  • Gallensteine (kann sich noch entwickeln)
  • Gelenkschmerzen
  • Gewichtszunahme
  • Haarausfall
  • Hautalterung
  • Herzklopfen
  • Hitzewallungen
  • Muskelschmerzen
  • Osteoporose (kann sich noch entwickeln) OSTEOPONIE
  • Reizbarkeit
  • Schilddrüsenunterfunktion
  • Schlaflosigkeit / Schlafstörungen
  • Schweissausbrüche
  • Schwindelgefühl
  • Stimmungsschwankungen
  • Juckreiz
  • Trockene Haut Insbesondere der Hände
  • Trockene Schleimhäute
  • Übergewicht
Blasenentzündung

Früher hatte ich wirklich nie eine Blasenentzündung. Das war quasi für mich ein Fremdwort. Für mich war eine Blasenentzündung etwas, das man nur bekommt, wenn man sich viel zu luftig angezogen auf den kalten Stein setzt. Falsch gedacht. Diesen Winter habe ich des öfteren eine leichte Blasenentzündung bemerkt. Leichter Schmerz beim Harnlassen und anhaltender Harndrang sind Zeichen einer Entzündung. Durch viel Trinken konnte ich die Entzündung aber immer schnell und gut überwinden. Wie kann es nun sein, dass man in den Wechseljahren häufiger eine Blasenentzündung bekommen kann? Die Wechseljahre entstehen, weil dem Körper das Östrogen fehlt. Ein Hormon, das von den Eierstöcken produziert wird. Östrogen ist notwendig für eine gute Produktion und Aufrechterhaltung der Laktobazillen, die die Scheide auskleiden und eine Schutzschicht bilden. Fehlt diese, so können Bakterien leichter die Harnröhre hoch wandern und eine Infektion hervorrufen.
Wie kann man vorbeugen?
Warm anziehen. Viel trinken (2-3 Liter). Auf eine gute Toilettenhygiene achten. Cranberry-Saft trinken.

Osteoporose / Osteoponie

Bei diesem Punkt hatte ich damals notiert “kann sich noch entwickeln”. Und tatsächlich war ich Anfang des Jahres zur Knochendichte-Messung. Ich habe bereits eine leichte Osteoponie. Das ist quasi die Vorstufe der Osteoporose. Die Knochendichte weicht bereits leicht vom Durchschnittswert von Frauen des gleichen Alters ab. Das ist noch nicht kritisch. Aber ich sollte nun darauf achten, dass sich die Knochendichte nicht noch weiter verschlechtert. Bei mir ist das zusätzlich dadurch bedingt, dass ich sehr, sehr dünn bin. Auch Fettgewebe produziert Östrogen, das der Knochenstruktur gut tut. Fettgewebe fehlt bei mir fast vollständig.
Wie kann man vorbeugen?
Die Knochen benötigen reichlich Calcium, um die Knochendichte aufrecht zu halten. Ich trinke nun Calcium-reiches Mineralwasser. Ich habe mich für das Wasser Residenzquelle entschieden (http://www.residenzquelle.de/mineralwasser/mineralwasser/), das hat eine Calciummenge von 567mg. Bereits 1,5ml reichen, um die Tagesmenge abzudecken. Zusätzlich nehme ich in den Wintermonaten Vitamin D Tabletten. Vitamin D kann der Körper eigentlich durch Einfluss von Sonnenlicht selber bilden. Jedoch wird in den Wintermonaten, auf Grund der geringen Sonnenstrahlung, bei vielen Personen zu wenig Vitamin D produziert. Vitamin D ist allerdings wichtig für den Calciumstoffwechsel. Und ein Mangel kann zum Verlust der Knochendichte führen.

Trockenheit der Haut

Die Trockenheit der Haut hatte ich bereits vor drei Jahren notiert, allerdings habe ich den Eindruck, dass es insbesondere in den Wintermonaten schlimmer geworden ist. Meine Haut an den Handoberflächen ist sehr stark trocken und spröde. Da hilf insbesondere nur reichlich eincremen und viel trinken, um die Haut auch von Innen mit Feuchtigkeit zu versorgen.

Bis jetzt habe ich nicht den Eindruck, dass mich diese Wechseljahrsbeschwerden in irgendeiner Weise einschränken. Die Hitzewallungen werden definitiv weniger. Dafür kommt vielleicht ein bisschen was Neues hinzu. Aber mit der Zeit wird das doch auch irgendwie normal und vielen schenkt man gar keine große Bedeutung oder man lernt damit zu leben. Wir sollten es so nehmen wie es kommt, aber immer mit einem Lächeln!

Eure




Kommentare:

  1. Hallo Hanna
    Ich wünsche dir weiterhin alles Gute
    Genieße das Leben.
    Liebe Grüße Helene

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  2. Danke für deinen Bericht!
    Mit dem Hinweis auf Osteoponie hast du mich darauf aufmerksam gemacht, dass ich das bei der Kontrolle auch auf ansprechen solle, bei mir ist es nun fast 3 Jahre her. Nur damit man das einfach kontrolliert :)

    Ich freu mich, dass es dir so gut geht, das motiviert mich immer sehr.
    Oft schau ich hier vorbei um zu sehen was bei mir als nächstes kommt :)
    Danke, dass du hier auch so lange Zeit danach noch berichtest!
    Ich wünsch dir weiterhin alles Gute.

    LG, Andrea

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